Stationenarbeit

Unsere Materialien in der Übersicht

Wir kommen bundesweit in die Grundschulen und führen vor Ort das Projekt mit der Klasse durch. Im Anschluss an die Stationenarbeit können die Schülerinnen und Schüler einen Smoothie zubereiten. Die Materialsets im Wert von 80 € darf die Schule kostenfrei behalten.

Spiel: Vom Feld in den Mund

 

Lebensmittel verbrauchen auf ihrem Weg Rohstoffe, Energie und Arbeitskraft. Anhand eines Legespiels sehen wir uns den Weg vom Feld in den Mund genauer an! Ein Legespiel mit großformatigen Karten wird von den Schülern in Reihe gelegt und es wird deutlich, dass ganz viele Hände nötig sind, ehe die Erdbeeren bei uns in dem Mund landen können. Die Wertschätzung für unsere Lebensmittel soll somit erhöht werden.

Ausmalbild: Richtig gelagert?!

 Ein Ausmalbild zeigt eine Situation in einer Küche. Ein Mädchen sitzt am Tisch und malt. In der Küche befinden sich einige Lebensmittel an Plätzen, die so gar nicht einer guten Lagerung entsprechen. Die Schülerinnen und Schüler sollen acht Fehler finden und die Fehler rot anmalen. Richtig gelagerte Lebensmittel werden grün angemalt.

Die Station macht deutlich, dass es für Lebensmittel verschiedene Lagerplätze geben kann und jedes an den richtigen Platz gehört. An einem Plakat können die Schülerinnen und Schüler sich selbst überprüfen.

Spiel: Kühlschrank – richtig eingeräumt

Es soll deutlich werden, dass im Kühlschrank unterschiedliche Temperaturen vorherrschen. Oben ist es wärmer und unten kälter. Leichter verderbliche Lebensmittel müssen somit unten gelagert werden, während beispielsweise Käse, der sein Aroma entfalten soll, ganz oben gelagert wird. Die Schülerinnen und Schüler basteln sich ihren eigenen Kühlschrank und können diesen mit nach hause nehmen.

Der Arbeitsauftrag lautet natürlich: Räume den Kühlschrank zuhause richtig auf!
Nicht vergessen, auch sauber muss er sein!!

 

Spiel: Topf oder Tonne?

Es ist nicht immer einfach zu entscheiden, ob ein Lebensmittel noch genießbar ist, oder ob es in die Mülltonne gehört. Mit Hilfe dieser Station sollen die Schülerinnen und Schüler hierzu die Kompetenzen erlernen und selbstständig Entscheidungen treffen. Sie schauen sich die verschiedenen Karten an und überlegen, ob das abgebildete Lebensmittel noch verwertet werden kann. In der Station wird der Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum aufgezeigt, „krummes“ Gemüse, Gemüse mit kleinen Stellen und auch schimmelige Lebensmittel werden abgebildet. Erkennen die Schülerinnen und Schüler wohl den Unterschied zwischen Schimmelkäse und schimmeligem Käse?

Frisch eingetopft

An dieser Station pflanzen die Kinder selber Lebensmittel an. Sie basteln sich ein Pflanztöpfchen und geben Samen hinein. Das Töpfchen darf nach der Durchführung nach Hause genommen werden oder kann im Klassenraum weiter gepflegt werden. Bei entsprechenden Voraussetzungen kann das vorgezogene Gemüse auch in den Schulgarten eingepflanzt werden.
Es wird nach einiger Zeit deutlich, dass Lebensmittel viel Zeit, Wasser, Pflege und eventuell auch Dünger benötigen. Die Schülerinnen und Schüler können so nachhaltig verstehen, dass Lebensmittel wertvoll sind und nicht weggeworfen werden sollen. Das selbstangebaute Gemüse erfährt sehr viel Wertschätzung durch die Schülerinnen und Schüler. Nach fleißigem Hegen und Pflegen der Pflanzen kann bei der Ernte festgestellt werden, dass das eigene Gemüse auch noch viel besser schmeckt und ja nicht im Müll landen soll!

Ziele des Projekts „Wirf mich nicht weg – Dein Essen“

Ziel des Projektes „Wirf mich nicht weg!“ ist es, einen wichtigen Beitrag dafür zu leisten, die Verschwendung wertvoller Ressourcen zu stoppen beziehungsweise zu reduzieren. Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und Schulformen sollen dabei in der Wertschätzung von Lebensmittel sensibilisiert und über konkrete Ernährungs- bzw. Verhaltensweisen informiert werden. Das langfristige Bildungsziel ist dabei, junge Menschen dazu zu befähigen, einen insgesamt nachhaltigeren Lebensstil umsetzen zu können, im Sinne der „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ (BNE).

Im Projekt „Wirf mich nicht weg“ werden modellhaft Unterrichtseinheiten und Unterrichtsformen mit unterschiedlichen pädagogischen Herangehensweisen bzw. Schwerpunkten konzipiert und erprobt, die dazu geeignet sind, die Wertschätzung von Lebensmitteln zu erhöhen. Dabei werden konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Gleichzeitig erarbeiten die Schüler sich Wissen zu globalen Zusammenhängen und begreifen ihr Handeln auch als eigenen Beitrag zu Gerechtigkeitsfragen in ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekten wie Klimaschutz und Ausbeutung von Arbeitern.

Die Schüler nehmen dabei das erworbene Wissen für sich und als Multiplikatoren mit nach Hause. So kann eine hohe Breitenwirkung erreicht werden, die weit über die unmittelbare Zielgruppe der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler hinaus wirkt.

Die Ergebnisse werden über die bestehenden landes- und bundesweiten Netzwerke verbreitet und dort auch umgesetzt. Alle erarbeiteten Projektmaterialien werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Lernziele der Unterrichtseinheit:

  • Lebensmittelverschwendung als Problem begreifen
  • Ökologische und soziale Folgen mangelnder Wertschätzung von Lebensmitteln erkennen
  • Konkrete Handlungsmöglichkeiten zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung lernen
  • Zusammenhänge von Lebensmittelqualität, Wertschätzung und nachhaltigem, zukunftsfähigen Ernährungsverhalten erkennen